Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen: Kein Fonds wie jeder andere

Privatanleger mögen den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen: Das belegt das Fondsvermögen von mittlerweile 2,17 Milliarden Euro. Seit Auflage im Januar 2008 hat der Fonds einen durchschnittlichen jährlichen Wertzuwachs von 11,4 Prozent erzielt: Hintergrund ist eine stringente Anlagepolitik, die einerseits konsequent auf unterbewertete Aktien setzt, andererseits auch die Aktienquote aktiv variiert.

Damit unterscheidet sich der Frankfurter Aktienfonds erheblich von klassischen Stiftungsfonds, die meist eine konservative Anlagepolitik verfolgen. Als Anlagevehikel für Stiftungen sollen sie Erträge einfahren, die über der Geldmarktverzinsung bzw. der Inflationsrate liegen, nur geringen Kursschwankungen unterliegen und regelmäßig Gewinne ausschütten. Meist handelt es sich um kleinere Mischfonds mit großem Anleihe-Anteil, denen mehr oder weniger Aktien beigemischt sind. Der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen ist ein Fonds für den Aktienteil einer Stiftung, die den Fonds als Value-Aktienfonds mit Dividendenfokus verwaltet und sich dabei auf Aktienwerte konzentriert.

Aktien sind die beste Anlagekategorie

Die Aktienquote des Fonds sollte stets mindestens 51 Prozent betragen, kann aber in guten Marktphasen auf 90 Prozent angehoben oder in schwachen Phasen kurzfristig über Derivate abgesichert werden. Die Aktienquote richtet sich nach Faktoren wie Marktstimmung, möglichen Unter- oder Übertreibungen, Konjunkturerwartungen und Aktienbewertungen. Sie werden analysiert und entsprechend berücksichtigt. Aktien sind langfristig die beste Anlagekategorie, Value-Nebenwerte historisch die beste Aktienkategorie.

Dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen liegen demnach zwei Alphaquellen als Ertragsbringer zugrunde: die Verhaltensökonomik zur Steuerung der Aktienquote sowie ein stringentes Value-Investing für die Auswahl der Einzeltitel. Die Anleger sind begeistert, auch wenn sie eindeutig nicht nur aus dem Stiftungslager stammen.

Anleger, die in Fonds investieren, um beispielsweise ein Vermögen als Altersvorsorge aufzubauen, bevorzugen thesaurierende statt ausschüttende Fonds, bei denen sämtliche anfallenden Erträge immer wieder neu angelegt werden. Aber auch für Freunde ausschüttender Fonds hat der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen seine Eignung unter Beweis gestellt: So beträgt das Fondsvermögen aktuell stolze 2,17 Milliarden Euro.

Die Nadel im Heuhaufen

Das Value-Investing ist wesentlicher Bestandteil des Erfolgsgeheimnisses. Mithilfe ihres Netzwerks, aktueller Börsennachrichten oder über quantitative Screenings suchen die Fondsmanager nach Aktien, die sie als stark unterbewertet erkennen, deren „fairer Wert“ also von ihrem aktuellen Kurs abweicht. Finden sie eine Aktie, deren Kurs deutlich unter dem fairen Wert liegt, handelt es sich um einen potenziellen Kaufkandidaten. Bevor die Aktie aber in den Fonds aufgenommen wird, wird in einer ganzen Reihe von Analysen entschieden, ob sie genug Potenzial besitzt, sich im Wert zu steigern.

Sobald sie diesen fairen Wert annähernd erreicht hat, wird konsequent verkauft. Die interessantesten Titel finden die Fondsmanager unter europäischen Nebenwerten, die bereits Dividende zahlen. Small- und Mid-Caps stellen demnach rund 75 Prozent des Fondsportfolios. Den Rest bilden sogenannte Large Caps.  Der Fokus liegt auf Nebenwerteaktien mit regionalem Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Mit solchen Titeln wurden historisch die höchsten Erträge erwirtschaftet.

Großer Wert legt der Fondsmanager darauf, dass die gewählten Unternehmen eigentümergeführt sind. 10 bis 30 Prozent seines Vermögens sollte der Eigentümer in sein Unternehmen investiert haben: Nur so ist Kontinuität gewährleistet. Wichtig ist außerdem, dass die Unternehmen eine solide Marktstellung mit Wettbewerbsvorteilen haben und von Konkurrenten nicht ohne Weiteres angegriffen werden können. Soziale, ethische und ökologische Aspekte fließen ebenfalls in die Aktienauswahl mit ein. Das Anlageuniversum wird hinsichtlich der sogenannten ESG-Nachhaltigkeitskriterien geprüft: Hersteller alkoholischer Getränke, Tabakwaren, Waffen und Rüstungsgütern oder pornografischem Material sind genauso ausgeschlossen wie Unternehmen, die in der Kernenergie oder dem Glücksspiel aktiv sind, mit Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen oder mit Umweltverschmutzung und Korruption assoziiert sind.

Gute Aussichten

Auch für die Zukunft scheint ein Investment in den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen eine lohnende Angelegenheit zu sein: Die guten Quartalszahlen in Europa und in den USA haben die Kurse vorangetrieben Auch die hohe Nachfrage aus Asien hat Europas Unternehmen gegenüber dem ersten Quartal 2016 einen Gewinnwachstum von 23 Prozent beschert. Die Konjunktur stimmt ebenfalls zuversichtlich. Trotzdem müssen die Fondsmanager immer auf der Hut sein, um eingreifen zu können.