Inflation wirkt oft unscheinbar – ihre langfristigen Folgen sind jedoch enorm. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie stark sich Einkommen und Preise über die Jahre verändern.
Zwischen 1992 und 2026 lag die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland bei rund 2 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten von 2.108 Euro auf heute rund 4.961 Euro.
Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte ein heutiges Bruttoeinkommen von knapp 5.000 Euro in 25 Jahren bei rund 8.100 Euro liegen. Was zunächst positiv klingt, bedeutet jedoch vor allem eines: Geld verliert langfristig an Kaufkraft.
Für die Altersvorsorge hat das erhebliche Auswirkungen. Wer seinen heutigen Lebensstandard auch im Ruhestand halten möchte, kann sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Diese beträgt aktuell durchschnittlich rund 43 Prozent des letzten Einkommens und reicht in vielen Fällen nicht aus, um die entstehende Versorgungslücke zu schließen.
Je früher mit dem Vermögensaufbau begonnen wird, desto einfacher lässt sich diese Lücke schließen. Denn durch den Zinseszinseffekt wächst angespartes Kapital über viele Jahre deutlich stärker an.
Ein Beispiel: Wer im Ruhestand zusätzlich 2.000 Euro monatlich zur Verfügung haben möchte, benötigt dafür grob kalkuliert ein Vermögen von rund 600.000 Euro. Bei einer Sparzeit von 25 Jahren und einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 6 Prozent wäre dafür eine monatliche Sparrate von etwa 900 Euro erforderlich.
Für viele Anleger kann ein breit gestreutes ETF-Portfolio eine geeignete Möglichkeit sein, langfristig Vermögen für das Alter aufzubauen. Entscheidend ist dabei vor allem eines: frühzeitig mit der Vorsorge zu beginnen. Die Frage ist heute nicht mehr, ob private Altersvorsorge notwendig ist, sondern wie sie sinnvoll umgesetzt wird. Wer früh startet, profitiert von Zeit, Zinseszins und langfristigem Vermögensaufbau.
Dir einen entspannten Abend.


