Viele Frauen entscheiden sich bewusst für eine Phase in Teilzeit – beispielsweise während der Familiengründung oder zur Pflege von Angehörigen. Diese Entscheidung schafft mehr Zeit für die Familie, hat jedoch langfristige Auswirkungen auf Einkommen, Vermögensaufbau und Altersvorsorge. Deshalb lohnt es sich, die finanziellen Folgen frühzeitig zu betrachten. Mit einem geringeren Einkommen sinken häufig auch die Möglichkeiten zum Sparen. Gleichzeitig werden Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung reduziert. Diese Auswirkungen summieren sich über viele Jahre. Gerade längere Teilzeitphasen können später zu einer deutlichen Versorgungslücke führen. Sie müssen davon ausgehen, dass die gesetzliche Rente allein für viele Menschen künftig nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Wir empfehlen allen Frauen, die Teilzeit arbeiten die finanziellen Nachteile offen mit Ihrem PartnerIn zu besprechen; gemeinsam finden sich Wege den Vermögensaufbau für beide gleichberechtigt zu gestalten.
Die gute Nachricht lautet: Wer die möglichen Folgen kennt, kann gegensteuern. Bereits kleine monatliche Beträge können langfristig einen wichtigen Unterschied machen. Viele Frauen erhöhen beispielsweise nach dem Wiedereinstieg ins Berufsleben ihre Sparrate oder investieren Gehaltserhöhungen gezielt in den Vermögensaufbau. Auch Sonder- oder Ausgleichszahlungen des Partners können genutzt werden, entstandene Lücken teilweise auszugleichen.


