Jetzt für eine sichere Rente sorgen

Jetzt für eine sichere Rente sorgen

Wie viel Geld sollte man eigentlich mit 30, 40, 50 oder 60 Jahren für die Rente zurückgelegt haben? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Denn Einkommen, Lebenssituation, Immobilienbesitz und persönliche Ziele unterscheiden sich erheblich. Klar ist aber: Wer seinen Lebensstandard auch im Ruhestand halten möchte, sollte sich möglichst früh mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen.
Die gesetzliche Rente allein wird für viele Menschen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern. Umso wichtiger ist es, frühzeitig  Vermögen aufzubauen – und regelmäßig zu prüfen, ob die eigene Vorsorgestrategie noch zu den persönlichen Zielen passt.

Mit 30: Den Anfang machen

Mit Anfang 30 stehen häufig andere finanzielle Themen im Mittelpunkt: Vielleicht wird noch ein Studienkredit abbezahlt, die Familienplanung beginnt oder Sie sparen auf die eigene Immobilie. Trotzdem lohnt es sich, bereits jetzt mit der Altersvorsorge zu starten.
Als Orientierung wird häufig empfohlen, bis zum 30. Geburtstag etwa ein Jahresgehalt angespart zu haben. Wer beispielsweise 40.000 Euro im Jahr verdient, hätte demnach ein Sparziel von rund 40.000 Euro. Die Generationenstudie 2023 von BNP Paribas zeigt allerdings, dass die Realität häufig anders aussieht: Die 26- bis 35-Jährigen verfügten zum Zeitpunkt der Befragung durchschnittlich über rund 30.000 Euro Ersparnisse.
Viel entscheidender als eine bestimmte Summe ist in diesem Alter deshalb: überhaupt anzufangen. Denn wer früh startet, kann besonders lange vom Zinseszinseffekt profitieren.

Mit 40: Vorsorge auf den Prüfstand stellen

Mit 40 hat sich die finanzielle Situation häufig gefestigt. Das Einkommen ist gestiegen, vielleicht ist eine Immobilie vorhanden oder die Familienplanung abgeschlossen. Ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen.
Ein häufig genannter Richtwert liegt bei etwa zwei Jahresgehältern. Bei 60.000 Euro Jahreseinkommen wären das rund 120.000 Euro. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Höhe des Vermögens. Auch bestehende Rentenansprüche, Immobilien, betriebliche Altersvorsorge und weitere Anlagen sollten in die Betrachtung einbezogen werden.
Gerade Gehaltserhöhungen bieten außerdem die Chance, die Sparrate zu erhöhen, ohne den gewohnten Lebensstandard einschränken zu müssen.

Mit 50: Mögliche Versorgungslücken erkennen

Mit 50 wird der Ruhestand konkreter – und damit auch die Frage: Reicht meine bisherige Vorsorge?
Als grober Orientierungswert werden teilweise vier Jahresgehälter genannt. Bei einem Einkommen von 60.000 Euro entspräche das 240.000 Euro. Wer davon deutlich entfernt ist, muss jedoch nicht resignieren. Wichtiger ist eine realistische Bestandsaufnahme: Welche Ansprüche bestehen aus der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge? Welches Vermögen ist vorhanden? Welche monatlichen Einkünfte werden im Ruhestand benötigt?

Auf dieser Basis lässt sich feststellen, ob eine Versorgungslücke besteht und wie sie in den verbleibenden Berufsjahren möglichst sinnvoll geschlossen werden kann.

Mit 60: Die letzten Berufsjahre gezielt nutzen

Auch mit 60 ist es nicht zu spät, die Altersvorsorge zu optimieren. Jetzt sollte allerdings besonders genau gerechnet werden. Ein häufig genannter Richtwert liegt bei etwa sechs Jahresgehältern an angespartem Vermögen.
Viel aussagekräftiger als solche allgemeinen Empfehlungen ist jedoch Ihre persönliche Situation. Prüfen Sie Ihre Renteninformation, bestehende Verträge, Kapitalanlagen und weitere Vermögenswerte. Gleichzeitig sollte geklärt werden, wann Sie in Rente gehen möchten und welches monatliche Einkommen Sie dann tatsächlich benötigen.

Entscheidend ist nicht Ihr Alter, sondern Ihr persönlicher Plan

Ob Sie 30, 40, 50 oder 60 Jahre alt sind: Für eine gute Altersvorsorge gibt es keine Universallösung. Ein Vermögen von 100.000 Euro kann für den einen eine solide Grundlage sein und für den anderen nicht ausreichen. Entscheidend sind Ihre individuellen Ziele, Ihre bisher erworbenen Rentenansprüche, Ihr Einkommen und Ihre persönliche Lebenssituation.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf allgemeine Sparziele zu schauen, sondern die eigene Versorgungslücke konkret zu berechnen. Je früher Sie wissen, wo Sie stehen, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, gegenzusteuern.
Die Finanzexpertinnen von FIS unterstützen Sie dabei, Ihre bestehende Altersvorsorge zu prüfen, mögliche Lücken zu erkennen und eine Strategie zu entwickeln, die zu Ihnen und Ihren Zukunftsplänen passt. Denn eine sichere Rente beginnt nicht mit einem bestimmten Alter – sondern mit einem guten Plan.

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