DIA-Umfrage: „Frauen blicken skeptischer auf ihre Alterseinkünfte als Männer“

Die jüngste DIA Umfrage zeigt, dass Frauen ihre Altersvorsorge viel häufiger als unzureichend einschätzen als Männer. An der repräsentativen Umfrage des Deutschen Institutes für Altersvorsorge (DIA) nahmen, in der Zeit vom 10. bis 13. Juni 2022, insgesamt 2.082 Personen ab 18 Jahren aus Deutschland teil.

Laut der DIA-Umfrage fühlen sich 61 Prozent der Frauen beim Blick auf alle von ihnen zu erwartenden Alterseinkünfte (gesetzliche Rentenversicherung, Betriebsrente und private Vorsorge) finanziell schlecht fürs Alter abgesichert. Auch unter den Männern ist eine absolute Mehrheit dieser Meinung. Hier sind es jedoch nur 53 Prozent, die ihre eigene Versorgung im Alter als schlecht beurteilen. Umgekehrt schätzen 39 Prozent der Männer ihre Situation in der Rentenzeit positiv ein. Bei den Frauen vertreten nur 26 % diese Meinung.

Zuversicht über die Altersvorsorge hängt vom Einkommen ab

Die Umfrage zeigt eine nahezu lehrbuchhafte Abhängigkeit zwischen der Beurteilung der finanziellen Verhältnisse im Alter und dem aktuellen Einkommen. Bei den Befragten, deren Einkommen geringer ist als 1.000 Euro im Monat, gaben lediglich zehn Prozent an, dass sie ein gutes Gefühl in Bezug auf die Absicherung im Alter haben. Diese positive Erwartung steigt mit dem Einkommen stetig an. In der Einkommensgruppe, die 4.000 Euro und mehr im Monat verdient, ist so rund die Hälfte aller Befragten zuversichtlich gestimmt.

Die Mehrheit schätzt die Gender Pension Gap richtig ein

Ein Teil der Umfrage bezieht sich ebenfalls auf die Gender Pension Gap. So sollten Teilnehmer zum Beispiel angeben, wie hoch sie diese einschätzen. Die Gender Pension Gap zeigt, wie groß die Lücke zwischen dem durchschnittlichen Alterseinkommen der Frauen im Vergleich mit jenen der Männer ist. Zehn Prozent der Befragten rechnen mit einem Unterschied von weniger als 20 Prozent. Die Mehrheit hingegen schätzt die Gender Pension Gap auf 20 bis 39 Prozent. 20 Prozent beziffern die Rentenlücke auf 40 bis 59 Prozent. Die Mehrheit der Befragten schätzt die Rentenlücke also bereits sehr realistisch ein. Diese beträgt in Deutschland, je nach Berechnung, 36 Prozent (Eurostat) beziehungsweise 46 Prozent (OECD).

Die Gründe für die Rentenlücke sind bekannt

Obwohl Frauen über die Gender Pension Gap Bescheid wissen, sehen Sie oft keine Möglichkeit etwas dagegen zu tun. „Für den Gender Pension Gap gibt es eine Reihe von Ursachen. So arbeiten viele Frauen in schlechter vergüteten Dienstleistungsberufen, haben wegen der Kindererziehung und Pflege von Familienangehörigen gebrochene Erwerbsbiografien und arbeiten häufiger in Teilzeit als Männer. Den geringeren Einkünften im Erwerbsleben folgen dann im Alter niedrigere Rentenansprüche“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. „Deutschland hat da im Vergleich mit anderen Ländern noch einiges Verbesserungspotential.“

 

Quelle: dia-vorsorge.de

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