Woher kommt mein Geld, wenn ich in Rente gehe?

Die gesetzliche Rente ist sicher. Sie reicht aber nicht.

Möchten Sie den gewohnten Lebens­stan­dard im Alter halten, benötigen Sie etwa 80 Prozent des letzten Netto­gehalts. Einen großen Teil davon decken die Angestellten über die gesetzliche Rente ab. Doch es bleibt noch eine große Lücke, die mit privaten Rentenversicherungen geschlossen werden kann.

Woher weiß ich, wann genau ich in Rente gehen kann?

Ganz einfach: In der sogenannten Renteninformation steht, wie viel Sie bekommen, wenn Sie gar nicht mehr arbeiten können (Erwerbsminderungsrente) und wie hoch Ihre Altersrente schätzungsweise später ausfällt.

Dieser Wert sollte allerdings nicht als feste Größe genommen werden. So können beispielsweise 100 Euro nur noch etwa 66 Euro wert sein, wenn Sie in Rente sind. Das zeigt, dass private Vorsorge immer wichtiger wird.

Nur wer nach 1964 geboren ist, muss laut Gesetz bis 67 arbeiten. Wer früher aussteigen will, riskiert Abschläge: Pro Monat gibt es 0,3 Prozent weniger Rente – und zwar bis zum Lebensende.

Die private Altersvorsorge ist im Grunde nichts anderes ist als eine langfristige Vermögensbildung. Je nach individueller Lebenssituation können Sie verschiedene Strategien wählen. Neben Wertpapieren, Fonds oder Immobilien können Sie sich auch für eine private Rentenversicherung entscheiden. Bei der Wahl spielen Alter und Risikobereitschaft eine entscheidende Rolle.

Sofort beginnende und aufgeschobene Rente

Wer in eine private Rentenversicherung einzahlt, bekommt dafür im Alter eine lebenslange Rente ausgezahlt. Sie erhalten meist eine garantierte Rente und eine Gewinnrente, die vom Geschäftserfolg der Versicherung abhängt. Zusammen ergibt das die Gesamtrente.

Bei der privaten Rentenversicherung werden zwei Vertragsvarianten angeboten: die aufgeschobene Rente und die sofort beginnende Rente.

Entscheiden Sie sich für eine aufgeschobene Rentenversicherung, fließt die Rentenzahlung oder die einmalige Kapitalauszahlung erst zum Rentenbeginn. Das können Sie kurz vor Rentenbeginn flexibel entscheiden.

Bei der sofort beginnenden Rente zahlen Sie einen Einmalbeitrag in den Vertrag ein und erhalten sofort die monatliche Rentenzahlung.

Wird die Rückzahlung der Beiträge zuzüglich der angesammelten Überschüsse für den Todesfall während der Ansparphase oder eine Rentengarantiezeit nach Beginn der Rentenzahlung vereinbart, erhalten Hinterbliebene nach dem Tod des Versicherten etwas von dem Ersparten zurück.

Fondsgebundene private Rentenversicherung

Der Unterschied zu anderen Formen der Lebens- und Rentenversicherungen besteht darin, dass das eingezahlte Geld in Investmentfonds, zum Beispiel Aktien-, Renten- oder Immobilienfonds, investiert wird.

Sie können diese Fonds selbst bestimmen oder Sie entscheiden sich für gemanagte Lösungen der Gesellschaften. Bei der Auszahlung wählen Sie, ob Sie das Kapital oder die lebenslange Rente in Anspruch nehmen möchten. Beiträge sollten monatlich gezahlt werden. Bei jährlicher Zahlweise besteht die Gefahr, dass gerade dann gekauft wird, wenn der Fondspreis besonders hoch ist. Sie profitieren beim monatlichen Ansparen vom Durchschnittskosteneffekt.