Das ändert sich zum 1.7.2019

Zur Mitte des Jahres treten einige gesetzliche Änderungen in Kraft, die den Verbrauchergeldbeutel entlasten bzw. für mehr Freiraum sorgen.

Allerdings warten an anderer Stelle auch neue Ausgaben und Pflichten.

  1. Deutliche Rentenerhöhung

Ein erklärtes Ziel der großen Koalition ist die Angleichung der Renten in Ost und West. Nun steigen die Renten zum 01.07.2019 deutlich an: in den alten Bundesländern um knapp 3,18%, in den neuen Ländern um über 3,91%. Ein Durchschnittsrentner bekommt so im Osten rund 54 Euro mehr, im Westen sind es laut ARAG Verbraucherinfo 45 Euro mehr.

  1. Kindergeld, Kinderzuschlag und Kinderfreibetrag steigen

Auch Familien mit Kindern dürfen sich freuen: Das Kindergeld für das erste und zweite Kind steigt um 10 Euro auf 204 Euro im Monat, für das dritte Kind auf 210 Euro. Für alle weiteren Kinder gibt es 235 Euro. Der Kinderzuschlag für einkommensschwache Familien erhöht sich auf 185 Euro pro Monat und Kind. Der Kinderfreibetrag steigt auf zukünftig 7.620 Euro jährlich pro Kind für jedes Elternteil.

  1. Midijobber dürfen mehr verdienen

Als „Midijob“ wird ein Beschäftigungsverhältnis bezeichnet, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig zwischen 450,01 und 850,00 Euro im Monat liegt. Midijobber zahlen verminderte Sozialversicherungsbeiträge. Nun dürfen sie statt der 850,00 Euro bis zu 1.300, 00 Euro verdienen. Außerdem zahlen sie weiterhin verminderte Rentenbeiträge, büßen aber nichts von ihren Rentenansprüchen ein.

  1. Längere Frist für die Steuererklärung

Aufschub für alle, die sich selbst um ihre Steuererklärung kümmern: Die Einreichungsfrist endet seit diesem Jahr am 31. Juli. Bislang war der 31. Mai der Stichtag. In Ausnahmefällen kann eine Verlängerung bis zum 30. September beantragt werden. Für Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine verlängert sich die Frist bis zum 28. Bzw. 29. Februar des übernächsten Jahres.